Psychomotorik

Neu: Psychomotorik auf engstem Raum

In der Psychomotorik geht es um den Zusammenhang von Bewegen, Wahrnehmen, Erleben und Handeln. Dabei steht die ganzheitliche Förderung der Persönlichkeit des Kindes im Vordergrund. Durch das "Sich-Bewegen", "Sich-Wahrnehmen", soll zunehmend die Fähigkeit erworben werden, sich mit sich selber und seiner Umwelt auseinander zusetzen.

Die Stunden finden regelmäßig in einem Bewegungsraum statt. Es gibt keine vorgeschriebenen Bewegungsformen, kein Vor- und Nachmachen. Aber es gibt ein Thema, z.B. Urwald, damit ist eine Spielidee vorhanden, die die Kinder ausfüllen können.
Begonnen wird mit einer Bewegungsphase, in der die Kinder "Dampf ablassen" können.(z.B Fangspiele zum Thema Urwald). Dann wird aufgebaut. Was gehört in den Urwald? Lianen zum Schwingen, eine Höhle aus Schaumstoffteilen, ein Floß (Rollbretter) um den Fluss zu überwinden. Hier wird die eigene Phantasie gebraucht, es wird geplant, gebaut und ausprobiert. Wir schwingen durch den Urwald, balancieren über schwindelnde Abhänge, schleichen durch das Unterholz und kommen aus allen Abenteuern mutiger als vorher zurück! Und nebenbei haben wir unsere Basis-Sinne trainiert, haben den taktilen, den Gleichgewichts- und den Stellungs- und Spannungs-Sinn mit Bewegung gefüttert und damit viel für unsere Lernfähigkeit, unser Körperschema und das Selbstbewusstsein getan. Ich als Anleiterin spiele mit, aber überlasse möglichst viel den Kindern - die Ideen und auch wie hoch zu klettern sie sich trauen, wie schnell sie Rollbrett fahren usw. Und die Erfahrung zeigt, dass auch die schüchternsten, übervorsichtigsten Kinder sich mehr und mehr zutrauen und die überschießendsten Kinder ihre Grenzen schätzen lernen.
Zum Schluss werden alle unsere Spuren beseitigt, keiner kann unsere geheimen Plätze finden. Nach einer Entspannung (Nilpferdwäsche) werden die Kinder entlassen - meistens mit Ideen für die nächste Stunde - oder für zu Hause im Gepäck.

Meine Aufgabe dabei ist es, die Kinder zu begleiten, zu beobachten, wo sie Schwierigkeiten haben, sie vorsichtig dort weiter zu führen, wo sie Unterstützung brauchen. Oder auch die Eltern aufmerksam zu machen, wenn ich befürchte, das die Augen, die Ohren betroffen sind oder etwas mit der Halswirbelsäule nicht in Ordnung sein könnte.

Wie bei der Mototherapie auch basiert meine Art, Psychomotorik zu gestalten, auf den Grundlagen der sensorischen Integration nach Jean Ayres und Gudrun Kesper.